Hamburg ist Güterumschlagplatz, Zentrum für Wissenschaft und Technik sowie Industrie- und Gewerbestandort. In über 400 Objekten wird mit radioaktiven Stoffen gearbeitet. Neun Biolaboratorien S3, ein Biolabor S4 und 38 Betriebe mit besonderem chemischen Gefahrenpotential haben in Hamburg ihren Sitz. Allein im Hafen werden jährlich ca. 15 Mill. Tonnen Gefahrgüter auf Schiffen, LKW und Güterzügen umgeschlagen.
Diese Eckdaten verdeutlichen die Notwendigkeit einer fundierten und umfassenden ABC- Ausbildung der Feuerwehrleute in Hamburg

Personal

Das Personal des Fachbereiches besteht aus insgesamt neun Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes. Sechs davon sind im Kernbereich in der Fachbereichsleitung, der Koordination und als Fachlehrer tätig. Drei weitere stellen das Team der Mobilen Atemschutzstrecke (MOBAS).
Unterrichtskonzepte, Übungsszenarien, Handouts, Präsentationen etc. werden innerhalb des Fachbereiches eigenständig entwickelt und realisiert.

Ausbildung ABC- Gefahrenabwehr

Jede Feuerwehrbeamtin und jeder Feuerwehrbeamter der BF wird im Rahmen der Laufbahnausbildungen im Bereich der ABC-Gefahrenabwehr ausgebildet. Ebenso werden  Angehörige von WF und FF im Verlauf der Grund- und Führungsausbildung entsprechend geschult. Für die Angehörigen der FF, die zu den vom Bund unterstützten ABC-Erkundungs- oder Dekontaminationseinheiten gehören, werden spezielle Lehrgänge angeboten. Neben der Vermittlung der Kenntnisse über physikalische, biologische und chemische Grundlagen stellen Einsatztaktik, Messtechnik und Einsatzablaufstrategien für die Bewältigung von ABC-Lagen einen Schwerpunkt der Ausbildung dar. Zur praxisorientierten und realitätsnahen Umsetzung der Ausbildungsziele stehen dem Fachbereich radioaktive Strahler, ein Labor sowie verschiedene Gefahrstoffgebinde, Tanklastfahrzeuge, Kesselwagen und eine petrochemische Industrieanlage zur Verfügung. Eine enge Kooperation mit der Technik- und Umweltwache rundet das Ausbildungskonzept ab.

 


Ausbildung Atemschutz / CSA

Die Ausbildung von Atemschutzgeräte- und CSA-Trägern von BF und FF ist eine weitere Aufgabenstellung des Fachbereiches. Die Ausbildung unter Pressluftatemschutzgeräten und Regenerationsgeräten ist extrem praxisorientiert. Bewusst werden die Lehrgangsteilnehmer an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit herangeführt. Zu diesem Zweck werden eine Atemschutzübungsanlage, ein Mehrfachübungsobjekt, Übungstreppenräume und ein Übungsboot (ehemaliges Binnenminensuchboot der Frauenlob-Klasse) genutzt.
Die Simulation und die Bewältigung von Atemschutznotfällen ist fester Bestandteil der Ausbildung. Zum Abschluss der Atemschutzgeräteträgerausbildung werden die Lehrgangsteilnehmer an den Fachbereich Brandschutz zur Heißausbildung übergeben.

Fortbildung ABC / Atemschutz

Zur Aufrechterhaltung des Wissenstandes an den Feuer- und Rettungswachen werden Fortbildungsseminare Atemschutz / ABC angeboten. Weiterhin werden durch den Fachbereich Wachausbilder Atemschutz / ABC ausgebildet, die im Rahmen des Multiplikatorensystems für eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung an den Feuer- und Rettungswachen verantwortlich sind.

Eine Besonderheit des Fachbereiches ist die Koordination und der Einsatz der MOBAS. Die Atemschutzübungsanlage ist in einen Sattelzug integriert und erlaubt es so, das jährlich erforderliche Atemschutztraining an den Standorten von BF und FF durchzuführen. Ca. 4000 Angehörige der Feuerwehr Hamburg und Angehörige von Werkfeuerwehren nutzen die MOBAS jährlich. Das Konzept der dezentralen Übungsanlage verringert die Ausfallzeiten für die Kräfte des Einsatzdienstes und führt parallel dazu zu einer Einsparung von Ressourcen. Darüber hinaus werden durch die MOBAS-Besatzung Neuerungen oder Änderungen, die den Atemschutz betreffen, an die Übungsteilnehmer vermittelt. 

Strahlenschutzseminare

Die FeuAK Hamburg ist eine zertifizierte Ausbildungsstätte für die Durchführung von Strahlenschutzlehrgängen für Führungskräfte der Feuerwehr. Unter Mitwirkung von externen Dozenten gestaltet der Fachbereich das Seminar zum Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz nach Strahlenschutzverordnung

Mobile Atemschutzübungsanlage (MOBAS)
Eine Besonderheit des Fachbereiches ist die Koordination und der Einsatz der MOBAS. Die Atemschutzübungsanlage ist in einen Sattelzug integriert und erlaubt es so, das jährlich erforderliche Atemschutztraining an den Standorten von BF und FF durchzuführen. Ca. 4000 Angehörige der Feuerwehr Hamburg und Angehörige von Werkfeuerwehren nutzen die MOBAS jährlich. Das Konzept der dezentralen Übungsanlage verringert die Ausfallzeiten für die Kräfte des Einsatzdienstes und führt parallel dazu zu einer Einsparung von Ressourcen. Darüber hinaus werden durch die MOBAS-Besatzung Neuerungen oder Änderungen, die den Atemschutz betreffen, an die Übungsteilnehmer vermittelt.